„Forderungen sind vernünftig und bezahlbar!“

Ganztägiger Warnstreik erhöht den Druck auf die Arbeitgeber – Bei frostigen Temperaturen findet heute ein ganztägiger Warnstreik statt. Im Anschluss an eine Kundgebung der ver.di-Kolleginnen und Kollegen am Besenbinderhof treffen sich die streikenden GEW-Kolleginnen und Kollegen aktuell im Streiklokal im Curiohaus der GEW.

„Jeder weiß, dass es entscheidend auf Bildung und auch auf die frühkindliche Bildung ankommt. Es wäre genug Geld da, um den Ansprüchen der Kinder auf Qualität aber auch den Ansprüchen der Beschäftigten auf gute Arbeitsbedingungen und guten Lohn zu entsprechen. Die Forderungen der GEW sind vernünftig und bezahlbar. Die Beschäftigten machen ihre Arbeit gerne, gut und zuverlässig und wollten auch gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung. Die Kolleginnen und Kollegen in den Kitas, Schulen und sozialen Einrichtungen haben gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist, wenn sie für ihre berechtigten Forderungen auf die Straße gehen“, kommentiert Jens Kastner, Experte für den öffentlichen Dienst der GEW Hamburg.

Hintergrund

Die Gewerkschaften verhandeln seit dem 26. Februar 2018 mit dem Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten. In zwei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Die GEW fordert in der Tarifrunde 2018

– Erhöhung der Tabellenentgelte um sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten!

– Erhöhung der Entgelte für Praktikantinnen und Praktikanten sowie Auszubildende um 100 Euro monatlich!

Auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes hatten noch einmal ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro bekräftigt. Die Reallöhne müssen für alle Beschäftigten kräftig steigen. Die dritte und letzte Verhandlungsrunde findet am 15./16. April in Potsdam statt. Es wird für rund 2,3 Millionen bei Bund und Kommunen Beschäftigte verhandelt.

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