Einkommensvergleich: Mit Moos ist mehr los

Die Bruttomonatsverdienste in Hamburg liegen 9,4 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Schleswig-Holstein aber hat, was das Einkommen angeht, die „rote Laterne“ in den westdeutschen Bundesländern.

Schleswig-Holstein hinkt Einkommens mäßig deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt her, und im ersten Halbjahr 2011 ist der Abstand sogar noch gewachsen. Der Einkommensunterschied Schleswig-Holsteins zu Hamburg ist noch gravierender. Die dramatisch negativen Einkommensunterschiede von Mecklenburg-Vorpommern zum Bund und zu den beiden norddeutschen Nachbarländern sind nicht zu übertreffen. Das ist das Ergebnis einer DGB-Analyse der Bruttomonatsverdienste der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer/innen im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich, die im gemeinsamen Datenangebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder veröffentlicht sind.

Schleswig-Holstein hat damit die „rote Laterne“ in den westdeutschen Bundesländern und Mecklenburg-Vorpommern die „rote Laterne“ in ganz Deutschland.

Im ersten Halbjahr 2011 lagen die Bruttomonatsverdienste in Schleswig-Holstein um 7,5 % unter dem Bundesdurchschnitt; im ersten Halbjahr 2010 betrug der Abstand noch 6,3 %.In Mecklenburg-Vorpommern lagen die Bruttomonatsverdienste in beiden Jahren stets 22,8 % unter dem Bundesdurchschnitt; von einer Aufholjagd kann nicht gesprochen werden.

Leuchtturm im Norden bleibt die Metropole Hamburg. Während die Bruttomonatsverdienste hier im ersten Halbjahr 2010 um 10,0 % über dem Bundesdurchschnitt lagen, betrug der Abstand 2011 9,4 %. Die Attraktivität der Unternehmen und Betriebe in Hamburg ist trotz des leicht niedrigen Abstands zum Bundesdurchschnitt unverändert hoch. Die hohen Pendlerzahlen aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen nach Hamburg sind ein Beweis für die Attraktivität des Standorts Hamburg.

Ein Vergleich der Bruttomonatsverdienste zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein macht den Unterschied noch deutlicher: Im ersten Halbjahr 2010 lagen sie in Schleswig-Holstein um 14,9 % unter dem Hamburger Niveau; im ersten Halbjahr 2011 sogar um 15,4 %.

Völlig „dunkelrot“ sieht der Vergleich zwischen den Hamburger und dem mecklenburgisch-vorpommerischen Bruttoverdiensten aus: Im ersten Halbjahr 2010 lagen sie um 29,8 % unter dem Hamburger Niveau und im ersten Halbjahr 2011 um 29,5 %.

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