Diebstahl von Abitur-Aufgaben: Hamburg kaum betroffen

Wie das Kultusministerium von Baden-Württemberg informierte, sind in der Nacht zum Dienstag bei einem Einbruch in einem Stuttgarter Gymnasium versiegelte Umschläge mit Abitur-Prüfungsaufgaben in den Fächern Mathematik und Englisch geöffnet und damit unbrauchbar gemacht worden. Da in diesem Jahr erstmals alle Bundesländer Abituraufgaben aus einem gemeinsamen Aufgabenpool entnehmen, ist zum Teil auch Hamburg betroffen.

Allerdings müssen nur im Fach Mathematik diejenigen Geometrieaufgaben ausgetauscht werden, die mit so genannten Computer-Algebra-Systemen (CAS) zu lösen sind. Hamburg hat daher bereits alternative Aufgaben aus dem IQB-Aufgabenpool gezogen. Die Schulen können pünktlich mit den neuen Aufgaben beliefert werden, sodass sich an den Prüfungsterminen (z.B. Mathematik am 3. Mai) nichts ändern wird.

Schulsenator Ties Rabe: „Alle schriftlichen Prüfungen, auch in Mathematik und Englisch, können wie geplant an den vorgesehenen Terminen stattfinden. In Hamburg waren nur wenige Aufgaben betroffen, die durch Ersatzaufgaben ausgetauscht werden“.

Auf Ebene der Kultusministerkonferenz hatte das Kultusministerium Baden-Württemberg umgehend das zuständige Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) der KMK über den Vorfall informiert. Das IQB hat die Informationen bereits an die anderen Bundesländer weitergegeben. Unmittelbar betroffen sind Länder, die dieselben Aufgaben wie Baden-Württemberg aus dem IQB-Aufgabenpool gezogen haben. 2017 finden erstmals in einigen Fächern schriftliche Abiturprüfungen mit Aufgaben aus einem zentralen Aufgabenpool des IQB statt.

 

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