DGB Nord begrüßt Metaller-Abschluss

Mehr Geld und mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit: Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, hat das Tarifergebnis für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie begrüßt. „Der Abschluss, der jetzt erzielt wurde, hat Signalcharakter auch für andere Branchen. Das ist ein Modell der Zukunft – beim Thema Arbeitszeit werden die Arbeitgeber viel mehr auf die Bedürfnisse ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingehen müssen.

In Zeiten des Fachkräftemangels ist der Betrieb im Vorteil, der gut bezahlt und seinen Beschäftigten auch gute Arbeitszeitmodelle bieten kann.“ Die Aushandlung aller Tarifabschlüsse unter Berücksichtigung branchenspezifischer Bedingungen sei Sache der zuständigen DGB-Gewerkschaften.

Polkaehn wies in diesem Zusammenhang auch auf den Tarifabschluss der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hin. Arbeitnehmern wird darin freigestellt, ob sie mehr Geld oder mehr Freizeit wollen. Nur 42 Prozent der von dem Tarifabschluss Betroffenen haben sich für 2,6 Prozent mehr Gehalt entschieden, mehr als die Hälfte wählten sechs Tage mehr Urlaub pro Jahr.

Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg erhalten ab April 4,3 Prozent mehr Geld und ab 2019 ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsentgelt. Beschäftigte mit Kindern, pflegebedürftigen Angehörigen oder in Schichtarbeit können das tarifliche Zusatzgeld in zusätzliche freie Tage umwandeln. Außerdem erhalten alle Beschäftigten einen Anspruch, ihre Arbeitszeit befristet auf bis zu 28 Stunden pro Woche für bis zu 24 Monate zu verkürzen.

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