DGB: Azubiticket ist „große finanzielle Entlastung“

„Das ist eine tolle Sache für die Auszubildenden“, kommentiert Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger die Einführung des BonusTickets für Azubis ab August 2020. „Viele müssen während ihrer Ausbildungszeit mit wenig Geld auskommen. Die hohen Preise für den Nahverkehr reißen heftige Lücken ins Portemonnaie. Mit der vergünstigten Fahrkarte wird die berufliche Bildung gestärkt und der Standort Hamburg für künftige Fachkräfte attraktiver.“  Die Hamburger DGB-Jugend setze sich schon seit Jahren für die Einführung eines Azubi-Tickets ein.„Mit diesem Angebot ist unsere Forderung nach einem Ticket für einen Euro pro Tag erfüllt“, so Karger.

Im vergangenen Jahr hatte eine Umfrage der DGB-Jugend ergeben, dass rund 80 Prozent der Jugendlichen den ÖPNV nutzen, um zur Berufsschule/Hochschule und Ausbildungsstätte zu fahren. Die durchschnittlichen Kosten lagen für 38 Prozent zwischen 61 und 90 Euro. 23 Prozent zahlten sogar mehr als 90 Euro pro Monat.

Positiv sei, dass das Ticket für alle Auszubildenden aus der Metropolregion gelte, die einen Ausbildungsplatz in Hamburg hätten, so Karger. Besonders hob sie hervor, dass die Stadt den Arbeitgeberanteil für die schulischen Auszubildenden übernehme, die sonst keine Chance auf das Bonusticket gehabt hätten.

Kritisch merkte Karger an, dass es eine freiwillige Leistung der Unternehmen sei, ihren Teil der Kosten zu übernehmen. „So sind die Azubis vom Goodwill ihres Arbeitgebers abhängig. Wir hätten uns eine verpflichtende Regelung gewünscht.“

Hinweis: Der DGB Hamburg stellt am kommenden Dienstag, 11. Februar, seinen neuen Hamburger Ausbildungsreport vor, für den über 1.000 Hamburger Auszubildende befragt worden sind. Neben Ausbildungsqualität und Vergütung geht es dabei um das Thema Digitalisierung. Eine gesonderte Einladung folgt.

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