Bürgerschaft will über Altenpflege beraten

SPD-Sozialexperte Dirk Kienscherf hat die Bereitschaft der Fraktionen von CDU und GAL begrüßt, im Sozial- und im Schulausschuss über den SPD-Antrag „Altenpflegeausbildung in Hamburg fördern – Fachkräftemangel endlich begegnen“ zu beraten. In dem Antrag macht die SPD-Bürgerschaftsfraktion eine Reihe von Vorschlägen, um die Begleitumstände der Altenpflegeausbildung in Hamburg zu verbessern.

Die von CDU und GAL signalisierte Überweisung des Antrags ist aus Sicht Kienscherfs „ein Signal der Regierungsfraktionen, sachliche Kritik aufnehmen zu wollen und sich im Schulausschuss um Lösungen zu bemühen“. Die SPD begrüße das im Interesse der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen wie auch der in der Pflege Beschäftigten.

Ziel der weiteren Beratungen müsse sein, Altenpflegeausbildung und Altenpflege durch Verbesserungen in Ausbildung und Arbeitsalltag attraktiver zu machen. „Es ist unser gemeinsames Interesse, mehr junge Menschen zu motivieren, sich für eine Altenpflegeausbildung zu entscheiden“, sagte Kienscherf. Die Qualität der Altenpflege in Hamburg hänge wesentlich davon ab, ob der ambulante gemeinsam mit dem stationären Altenpflegebereich seinen Personalbedarf zukünftig selbst ausbilden kann.

Kernproblem in Hamburg sei bisher die geringe Ausbildungsquote in den Altenpflegebetrieben. Kienscherf verwies auf den Ländervergleich in der kürzlich veröffentlichten Pflegestatistik des Statistischen Bundesamts. Der Vergleich zeige, dass Hamburg für den ambulanten Pflegebereich mit 55 Schülern, Praktikanten und Azubis und einer Beschäftigungsquote dieser Gruppe von 0,6 Prozent gemessen an allen Beschäftigten in ambulanten Bereich die geringste Ausbildungsquote in Bundesvergleich hat.

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