Unterstützung fürs Jubiläum: 40 Jahre Christopher Street Day in Hamburg

Mit einem interfraktionellen Antrag unterstützen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen gemeinsam mit den Fraktionen von CDU, FDP und die Linke den 40. Christopher Street Day (CSD) in Hamburg. Für die Jubiläumsfeier 2020 wird die Bürgerschaft insgesamt bis zu 50.000 Euro bereitstellen. Der CSD 2020 wird neben der bekannten und bunten CSD-Parade sowie zahlreichen Veranstaltungen erstmals auch eine internationale Menschenrechtskonferenz ausrichten. Den CSD in Hamburg besuchten 2019 rund 240.000 Menschen.

Dazu Annkathrin Kammeyer, Fachsprecherin für LSBTI der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Seit 1980 werden in Hamburg einmal im Jahr zum Christopher Street Day die Regenbogen-Fahnen geschwenkt und demonstriert. Damit setzen die Hamburgerinnen und Hamburger Jahr für Jahr ein besonders wichtiges Zeichen für eine offene und tolerante Gesellschaft. Die LSBTI-Bewegung hat in den letzten 40 Jahren enorm an Akzeptanz gewonnen und ist mittlerweile fest in unserer Stadtgesellschaft verankert. Ich freue mich sehr, dass wir als Bürgerschaft diese Bewegung heute mit einer breiten und interfraktionellen Mehrheit unterstützen können. Die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen sowie bi-, trans- und intersexuellen Menschen bleibt uns weiterhin ein wichtiges Anliegen. Mit der Förderung in Höhe von 50.000 Euro stellen wir sicher, dass der 40. CSD in Hamburg und die damit einhergehenden Veranstaltungen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Mit der internationalen Menschenrechtskonferenz wird ein neues Format den CSD 2020 bereichern und auf die Situation zur Gleichberechtigung von LSBTI auf der ganzen Welt aufmerksam machen. Veranstaltungen wie diese sind es, die Hamburg zum Tor zur Welt machen.“

Dazu Farid Müller, Sprecher für Schwule, Lesben und Queers und Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit der Bereitstellung von 50.000 Euro ist Hamburg Pride für den Christopher Street Day 2020 in Hamburg gut aufgestellt. Ich freue mich, dass es zum 40-jährigen Jubiläum ein ganz besonderes Programm zur Pride Week, der Woche vor dem CSD, geben wird. Die geplante internationale Menschenrechtskonferenz im Rahmen des Programms untermauert die politischen Ansprüche des Pride. Und eben dies sollte bei aller Partylaune und dem Abfeiern der Offenheit und Toleranz in unserer Stadt nicht zu kurz kommen. Vor 40 Jahren wurde die CSD-Demo noch vom Verfassungsschutz in einem VW-Bus begleitet und observiert, bis der Bus schließlich von Demonstranten umgekippt wurde. Heute in Zeiten von ,Ehe für Alle‘ und der Beflaggung des Rathauses mit der Regenbogenfahne, hat sich vieles zum Besseren entwickelt. Das zeigt auch die breite Zustimmung von CDU, FDP und Linken.“

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