Bericht aus der besetzten TU Harburg

Im Rahmen eines Aktionsplenums um 9.30 wurde heute Morgen ein Seminarraum der Technischen Universität Hamburg – Harburg erfolgreich besetzt und das Foyer wohnlich bezogen. Außerdem hat das studentische Sofacafe Couches bereit gestellt und sorgt für das leibliche Wohl. Was sonst heute geschah:

Im anschließenden Plenum um 12 Uhr, dem ein kurzer Informationsbeitrag vorgeschaltet war, formten sich erste neue Strukturen. Dass bei vielen ein allgemeiner akuter Gesprächsbedarf besteht, trat früh hervor. Besonders genannte Problempunkte waren hier die enggedrängte und druckgeprägte zeitliche Organisation des Studiums, die dadurch noch verschärft wird, dass viele Studenten wegen der hohen Studiengebühren arbeiten müssen, um ihr Studium zu finanzieren.

Betont wurde, dass die Studierenden der TUHH sich wünschen, nicht nur ein Augenmerk auf die bundesweiten Problemstellungen zu legen, sondern auch “hausgemachte” Probleme, wie das Raumproblem, klar herauszuarbeiten und lösungsorientiert anzugehen.

Es wurde begonnen, eigene Strukturen und Verfahrensweisen zu entwerfen und zu manifestieren: Es bildeten sich Arbeitsgruppen zu unterschiedlichsten Themen, deren Termine und Treffpunkte über die Homepage www.tuhh.org koordiniert werden.

Hierbei ist es wichtig zu betonen, dass die Initiative vor allem dezentral organisiert ist und jeder der Studierenden in den Bereichen in denen er Lust hat mitwirken kann. Es geht den Studierenden dabei nicht darum, über einen kurzen Zeitraum Raum für Diskussion zur Verfügung zu stellen, sondern darum, dass ein dauerhafter Diskussionsprozess angestoßen wird. In diesem soll über Probleme der deutschen Bildungslandschaft, aber auch über lokale Probleme an der TUHH debattiert werden können.

Das nächste “kleine“ Plenum zum Thema “Studiengebühren und Finanzierung” wird zur Zeit von einem der ersten Arbeitskreise vorbereitet und findet morgen um 13:00 im Audimax I statt. Um 19.15 Uhr soll das zweite “große” Plenum abgehalten werden.

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