Ausstellungen: 75 Jahre danach

Hamburg 1936, Stapellauf des Segelschulschiffs „Horst Wessel“ in Anwesenheit des „Führers“. Der Arbeiter August Landmesser verweigert den Hitlergruß.

Wie die Nationalsozialisten die Gewerkschaften zerschlugen – das ist 75 Jahre nach 1933 Thema einer Reihe von Ausstellungen im Norden. Hamburg ist als Ausstellungsort (noch?) nicht dabei – aber das Frühlingswetter lädt ja durchaus zu Ausflügen ein.

„…gerade Dich, Arbeiter, wollen wir.“ ist der Titel einer Ausstellung, die 75 Jahre nach der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten an verschiedenen Orten im Norden gezeigt wird. Die Ausstellung, die vom DGB und mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung entwickelt wurde, zeigt anhand verschiedener Schautafeln und eines reich bebilderten Begleitheftes, wie die Zerschlagung vorbereitet und schließlich umgesetzt wurde. Die Ausstellung geht dabei auch mit der Rolle, die die Gewerkschaften spielten, offen um, denn, so Peter Deutschland, Vorsitzender des DGB Nord: „Die Gewerkschaften aller Richtungen also die Freien, die Christlich-nationalen und die liberalen Verbände setzten auf eine Politik des Stillhaltens, um die neuen Machthaber nicht zu provozieren. Das stellte sich schnell als fataler Fehler heraus.“

Die Ausstellung „…gerade Dich. Arbeiter, wollen wir.“ ist ab dem 1.5. im Kieler Gewerkschaftshaus in der Legienstraße zu sehen, in Flensburg startet sie einen Tag später in der Roten Straße 1. Der DGB in Neubrandenburg zeigt sie vom 30.4 bis zum 5.5. in der Tilly-Schanzen-Straße 17. In Rostock ist sie danach im dortigen Gewerkschaftshaus in der August-Bebel-Straße 89 zu sehen.

Es ist geplant, die Ausstellung an weiteren Orten, wie Schulen, Volkshochschulen, aber auch in Werkskantinen zu zeigen. Die weiteren Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Das Begleitheft zur Ausstellung kann über die Pressestelle des DGB Nord bezogen werden.

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