Ausbildungszahlen: Kann man auch anders sehen…

Als „statistisch unvollständig und nur teilweise die Realität wiedergebend“ hat der DGB Nord die jüngsten Ausbildungszahlen für die drei norddeutschen Bundesländer bezeichnet. Insgesamt sei der Anstieg bei den gemeldeten Lehrstellen geringer als noch im Frühjahr, die Gesamtzahl liege in Hamburg und Schleswig-Holstein noch immer deutlich unter den Zahlen für 2002 bzw. 2004.

Während in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern das Verhältnis von gemeldeten Lehrstellen und Bewerbern bei 91 zu 100 bzw. bei 70 zu 100 liege, sehe zumindest statistisch für Hamburg die Lage besser aus. Allerdings berücksichtige die Statistik nicht die Zahl von gut qualifizierten Bewerbern aus den umliegenden Bundesländern, die Hamburger Jugendliche vom Ausbildungsmarkt verdrängten.

Dass manche Branchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe große Probleme hätten, Auszubildende zu finden, sei leicht nachvollziehbar. „Jugendliche schauen sich natürlich genau an, was sie in der Ausbildung und danach erwartet. Das Hotel- und Gaststättengewerbe bietet aber in Bezug auf Arbeitsbedingungen und Bezahlung oft keine positiven Aussichten. Wenn die Branche hier nicht umdenkt, sehen wir ihre Aussichten düster“, so DGB Nord-Sprecher Alfons Grundheber-Pilgram.

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