Altona: Abschied von „Gemeinschaftsstraße“

Nachdem sich mittlerweile 46 der 56 Einzelhändler und Gastronomen der Bahrenfelder Straße in Ottensen gegen die Einrichtung einer „Gemeinschaftsstraße“ ausgesprochen haben, einigten sich Bezirksamt und Einzelhändler auf einen letzten Workshop unter Beteiligung von Politik und Handelskammer. Wenn es auch dort keine Übereinstimmung gibt, ist das Projekt „gestorben“.

„Es wurde deutlich, dass eine Vielzahl Einzelhändler große Existenzängste umtreiben, wenn ihnen ein Jahr Baustelle vor der Tür droht“, sagt Henrik Strate, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bezirksfraktion Altona. Stefan Krappa, Bezirksabgeordneter aus Ottensen, ergänzt: „Der Wegfall eines großen Teils des Parkraums ist für die Einzelhändler nicht akzeptabel. Erschwerend kommt hinzu, dass bereits heute die Parkdauer in der Bahrenfelder Straße nicht überwacht wird, sodass Dauerparken nicht zu verhindern ist und den potentiellen Kunden der Einzelhändler nicht ausreichend Parkraum zur Verfügung steht. Dies wird nach einem Umbau auch weiterhin nicht gesichert sein, ist jedoch für eine funktionierende Einkaufsstraße erforderlich.“

Natürlich gäbe es in der Bahrenfelder Straße erhebliche Defizite, wie zu wenig Raum für Fußgänger und Radfahrer sowie ein lauter und unkomfortabler Straßenbelag. „Aber anstatt sich über die Probleme einer Lösung anzunähern, scheint hier das schwarzgrüne Modellprojekt ‚Shared Space‘ von oben verordnet zu werden. Das ist der falsche Ansatz“, so Stefan Krappa weiter.

Nun soll ein Workshop die Ideen und Vorschläge der Einzelhändler aufnehmen und ein neuer Entwurf für eine Verbesserung der Situation in der Bahrenfelder Straße auf den Tisch gebracht werden. Henrik Strate begrüßt diesen Vorschlag der Handelskammer, sagt aber auch: „Dieser Workshop ist die letzte Chance für eine Gemeinschaftsstraße in der Bahrenfelder Straße. Wenn auch dies nicht klappt, dann muss das Projekt endgültig beerdigt werden.“

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