43 Hamburger besitzen 50 Milliarden Euro

Krise, welche Krise? Unter den 500 reichsten Deutschen sind 43 Hamburger – mit einem Gesamtvermögen von fast 50 Milliarden Euro. Sie allein könnten Hamburgs Finanzprobleme lösen.

„Ein oberflächliches Banken-Bashing reicht nicht aus“, sagt ver.di-Landeschef Wolfgang Rose: „Der Renditewahn mancher Geldhäuser hat die Finanzkrise zweifellos mit angefacht, aber hinter den Banken stehen auch Anleger, die den Hals nicht voll bekommen. Deshalb muss die Politik endlich einen Teil der immensen Spekulationsgewinne und exorbitanten Privatvermögen abschöpfen – auch durch eine Finanztransaktions- und Vermögensteuer. Sparprogramme für ganze Völker, aber Millionengewinne für Milliardäre: So geht es nicht weiter.“

Rose fordert die Regierungspolitiker auf, endlich auf den weltweiten Protest gegen die Verursacher der Finanzkrise zu reagieren: „Der entfesselte Kapitalismus hat uns in die tiefste Krise seit 80 Jahren geführt. Was in der Wall Street begann, wird auf der ganzen Welt fortgesetzt. Ich begrüße es ausdrücklich, dass sich auch in Hamburg viele Menschen gegen die Diktatur der Finanzmärkte zur Wehr setzen, auch auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz.“

Der Gewerkschaftschef weiter: „Gerade erst hat das „Manager Magazin“ errechnet, dass die Zahl der Milliardäre in Deutschland weiter gestiegen ist, ihr gigantisches Vermögen wächst immer mehr, ganz besonders auch in Hamburg. Unter den 500 reichsten Deutschen sind 43 Hamburger – an der Spitze als Milliardäre die Familie Otto, die Geschwister Herz, Klaus-Michael Kühne, Heinz Bauer, Familie Jahr, Günter Fielmann und Dieter Schnabel – mit einem Gesamtvermögen von fast 50 Milliarden Euro. Ein Prozent Vermögensteuer davon sind 500 Millionen Euro – das wäre ein großer Schritt zur Beseitigung der öffentlichen und privaten Armut in unserer Stadt.“

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