30 Ahornbäume vorm Abholzen gerettet

Die Bürgerinitiative Emil-Andresen-Straße hat ihr Bürgerbegehren eingereicht und mehr als 8100 Unterschriften gesammelt. Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren wären nur 5719 Unterschriften erforderlich gewesen. Damit sind die alten Ahornbäume erst einmal gerettet.

„Wie groß der Zuspruch bei den Bewohnern des Bezirkes Eimsbüttel für unsere Forderung nach dem Erhalt der wertvollen Bäume ist, zeigt die unglaubliche Zahl der gesammelten über 8100 Unterschriften in nur drei Monaten“, so der Koordinator des Bürgerbegehrens Jan Ole Unger: „Wir danken den Eimsbüttelern für ihr Engagement“.

Bis Ende Januar wird nun der Bezirk die Unterschriften zählen, und das Rechtsamt wird die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens prüfen. Diese Zeit wird die Bügerinitiative nutzen, um mit dem Bezirk und den zuständigen Gutachtern auf einem workshop eine alternative Straßensanierung zu planen, die ohne das Fällen der alten gesunden Ahornbäume auskommt.

Die Bürgerinitiative Emil-Andresen-Straße setzt sich seit langem für die 60 Jahre alten gesunden und prächtigen Bäume in Lokstedt ein, die nach den Plänen der Stadt Hamburg der Säge zum Opfer fallen sollen. Das etwa 350 Meter lange Straßenstück soll „erstmalig endgültig erschlossen“ werden. Eine sanfte Sanierung unter Erhalt der Bäume wurde hingegen nicht einmal geprüft. Dafür aber kämpfen die Lokstedter Bürger, damit der dörfliche und idyllische Charakter des citynahen Stadtteils bestehen bleibt.

Im September hatte der Hamburger Lichtkünstler Michael Batz mit der Illumination während der einmaligen Nacht der Bäume die Bürgerinitiative in Lokstedt unterstützt.

Zu Ende ist die Auseinandersetzung jetzt nicht: Wenn der Bezirk nicht einlenkt, kommt es zum Bürgerentscheid, bei dem alle wahlberechtigten EimsbüttlerInnen abstimmen. Der wäre dann aber irgendwann im Spätfrühjahr/Frühsommer – dann dürfen bis zum Oktober ohnehin keine Bäume gefällt werden.

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