24-Stunden-Warnstreik bei BHH Sozialkontor

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft Donnerstag die Beschäftigten aller Standorte von BHH Sozialkontor gGmbH ab 6 Uhr zum 24-stündigen Warnstreik für einen Tarifvertrag auf.

„Der Warnstreik am Donnerstag ist bereits die fünfte Aktion für die Durchsetzung eines Tarifvertrages bei BHH Sozialkontor“, so Arnold Rekittke, zuständiger ver.di-Sekretär. Seit einem dreiviertel Jahr ist ver.di mit dem Geschäftsführer Herrn Stengler in Tarifverhandlungen, doch immer noch wird den Beschäftigten ein angemessenes Gehalt verweigert. Im Jahr 2004 ist die BHH Sozialkontor gGmbH aus der AVH ausgetreten und seitdem gibt es für die insgesamt ca. 600 Beschäftigten in den ca. 30 Einrichtungen in und um Hamburg keinen Tarifvertrag.

Rekittke weiter: „Erzieherinnen und Pflegekräfte, die in Hamburg bei anderen Anbietern wie z.B. Arbeiterwohlfahrt oder Arbeiter-Samariter-Bund arbeiten, haben nicht nur einen abgesicherten Tarifvertrag, sie erhalten auch um einiges mehr an Bezahlung für ihre anspruchsvolle Tätigkeit u.a. mit Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen. Auch die Kolleginnen und Kollegen bei BHH Sozialkontor wollen eine Perspektive. Sie wollen ihre Arbeit machen und dafür einen gerechten Lohn bekommen und sie wollen die Menschen mit Behinderung nicht im Stich lassen. Im Moment ist es aber eher so, dass das Fachpersonal weggeht und junge gut ausgebildete Erzieher und Sozialpädagogen gar nicht erst bei BHH Sozialkontor gGmbH anfangen zu arbeiten.“

Die BHH Sozialkontor gGmbH mit Sitz in Hamburg betreibt Einrichtungen in Nord-Niedersachsen, Hamburg und im Süden von Schleswig-Holstein. Dazu gehören u.a. Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen wie das Senator-Naumann-Heim in Hamburg.

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